1. Juli 2015 um 11:18
Der Grundschlag, welcher im Badminton zu Beginn geschult wird heißt Vorhand Unterhand Clear. Es ist ein Sicherheitsschlag, den jeder Badmintonspieler beherrschen sollte. Der Ablauf bei diesem Schlag ist folgender:
Vorspannung, Ausfallschritt & Schleife, Vorschwung & Supination, Schnellkräftige Pronation, Treffpunkt vorn rechts, Ausschwung & zurück in den zentralen Bereich!
Bei der folgenden Übung soll zunächst nur Vorhand Unterhand Clear aus der Vorhand gespielt werden. Die Grafik zeigt, dass dabei der gesamte Vorhandbereich genutzt werden darf.
Spieler 1: Vorhand-Unterhand-Clear diagonal
Spieler 2: Vorhand-Unterhand-Clear diagonal
In der nächst schwereren Übung (Folgeartikel) wird das gesamte Spielfeld genutzt.

2. Mai 2015 um 12:54
Die spezifische Erwärmung im Badminton erfolgt mit Ball. Der Körper wird also direkt an die Bewegungsabläufe, die auch im Wettkampf gefordert sind gewöhnt. Hierbei ist auch wieder eine Struktur gefragt. Am besten ein Muster, welches immer ähnlich abläuft, damit auch die Komponente „mentale Vorbereitung auf den Wettkampf“ einfließen kann.
typischer Ablauf beim Einspielen im Badminton
Nach einer allgemeinen Erwärmung in Form von Runden laufen und z.B. ein paar Übungen aus der klassischen Erwärmung (z.B. Armkreisen, Hopserlauf, Über-Kreuz-Schritte), folgen ein paar Übungen, die speziell auf die Schlagtechniken im Badminton eingehen.
Um erstmal „rein zu kommen“ spielt man sich aus dem Halbfeld zunächst Clears zu. Dieses sollten in allen möglichen Varianten eingeübt werden. D.h. Überkopf, Unterhand und seitlich. Bei dieser folge kann man dann nach und nach auch mal die Länge und die Platzierung variieren. Die Clearfolge sollte nicht länger als 5 Minuten durchgeführt werden, da sonst die weiteren Techniken vernachlässigt werden.
Es folgt ein Technik bzw. Ausdauertraining. Es werden je zwei Bälle lang, und drei Bälle kurz gespielt. Bei dieser Übung ist es möglich, dass beide Spieler sie durchführen. Sie funktioniert nach einer Art Schubladensystem, bei dem beide einmal von hinten und einmal von vorn spielen. Konkret bedeutete dies:
Spieler 1: erster Clear aus Halbfeld
Spieler 2: erster Clear aus Halbfeld
Spieler 1: zweiter Clear aus Halbfeld
Spieler 2: zweiter Clear aus Halbfeld
Spiele 1: Drop
Spieler 2: Kurz zurück legen
beide Spieler: insgesamt 3 mal kurz kurz
Danach wird eine Clear hoch und weit zurück gespielt und die Übung beginnt von vorn.
Was bei der Erwärmung nicht vergessen werden darf – Aufschläge
Das Thema Aufschläge gerät bei der Erwärmung häufig in Vergessenheit. Jedoch ist es so, dass jeder Ballwechsel mit einem solchen beginnt. Daher sollte er auch vor dem Wettkampf geübt werden. Wenn mehrere Federbälle zur Verfügung stehen, so können beide Spieler zunächst einige Aufschläge separat trainieren. Ansonsten sollten einige Spielzüge geübt werden, die von ihrem Ablauf her nah am Wettkampf sind.
25. April 2015 um 12:54
Das Aufwärmen im Badminton hat zum Ziel die Spieler in optimales Wettkampfverfassung zu bringen. Macht der Gewohnheit ist es geworden, dass sich die meisten vor dem Spiel genauso warm machen, wie vor dem Training. Daher ist es ratsam die Vorbereitung auf das Training genauso ernst anzugehen, wie auch den Wettkampf,
Aufwärmen im Training
Es gibt zahlreiche Aufwärmspiele, jedoch ist zu beobachten, dass häufig im Breitensport, aber auch in der Elite ähnliche Übungen durchgeführt werden. Es folgt ein Auszug aus einem „klassischen Aufwärmprogramm“. Dieses beginnt i.d.R. mit ein paar Runden, die im Kreis gedreht werden, um den Körper zu mobilisieren. Nach einer kurzen Zeit, kommt es zu einigen Variationen bei der Lauftechnik. Einige werden nun aufgelistet:
Laufen und dabei Armkreisen vorwärts
Laufen, dabei Armkreisen rückwärts
Übersteiger (rechtes Bein zuerst über linkes Bein)
Übersteiger (linkes Bein zuerst über rechtes Bein)
Sidesteps (rechtes Bein geht voran)
Sidesteps (linkes Bein geht voran)
Hopserlauf
Hopserlauf mit Armkreisen (erst vorwärts, dann rückwärts)
Skipping
Sprint
Diesem klassischen Aufwärmprogramm kann gern ein Spiel folgen, wie es zum Beispiel in dem vorangegangenen Artikel erläutert wurde. Ein weiteres, bekanntes Aufwärmspiel, was gleichzeitig die Schnelligkeit und das Reaktionsvermögen schult ist: Komm mit, lauf weg.
Die Trainingsgruppe stellt sich dazu in einem Kreis auf. Bei mehr als 10 Mann, sollte die Gruppe geteilt werden. Es wird ein Fänger bestimmt. Dieser läuft um den Kreis herum und tippt ungeahnt einen Anderen an und ruft entweder „komm mit“ oder „lauf weg“. Bei komm mit, muss derjenige so schnell es geht in die gleiche Richtung, rennen und versuchen nach dem umkreisen der Gruppe seinen vorherigen Platz kommen. Bei „lauf weg“ wird das gleiche Spiel entgegengesetzt gemacht.
Aufwärmen vor dem Wettkampf
Bei dem Aufwärmprogramm direkt vor dem Wettkampf sollten ein Stück weit routinierte Bewegungsabläufe eingebaut werden. Der Sportler sollte also nicht großartig über die Übungen oder ein neues Spiel nachdenken müssen, um sich voll und ganz mental auf den Wettkampf einstellen zu können. Das oben erwähnte klassische Aufwärmprogramm eignet sich insbesondere dann, wenn man sich allein erwärmen muss (was gerade bei Einzelturnieren oft der Fall ist) gut.
Nach dieser allgemeinen Erwärmung folgt eine spezifisch auf die Sportart ausgelegte Erwärmung. Diese sollte möglichst viele Schlagtechniken enthalten, die auch während des Wettkampfes eingesetzt werden müssen.
18. April 2015 um 12:53
Das Aufwärmen kann im Badminton allgemein und auch speziell erfolgen. Bei der allgemeinen Erwärmung wird nicht explizit auf die Sportart eingegangen. Es könnte also auch eine Aufwärmung für Squash oder Tennis sein. Bei der spezifischen Badmintonerwärmung wird auf Schlagtechniken und Beinarbeitstechniken eingegangen, die genau im Badminton angewendet werden.
Vorstellung einiger Aufwärmübungen – allgemeine Übungen
Generell eignen sich alle Übungen, bei denen der Körper „in Fahrt“ kommt. Daher ist es nicht vom Grund aus verkehrt Hockey, Handball oder Fußball zu spielen. Generell sollte man aber bei Rückschlagsportarten darauf achten, dass auch die Arme bzw. die Schultern mit erwärmt werden.
Ein gern gespieltes Aufwärmspiel im Badminton ist der sog. Schlagball. Hierfür wird die Trainingsgruppe in zwei Teams eingeteilt. Des weiteren werden zwei Turnmatten benötigt, die gegenüber in der Halle aufgestellt werden. Jeder Spieler hat einen Schläger in der Hand. Mannschaftsweise wird versucht einen Softball in das gegnerische Tor zu befördern.
Auch Handball oder zwei Völkerball ist kein schlechtes Spiel für eine Erwärmung im Badminton. Bei beide Sportarten muss man sich bewegen und die oberen Extremitäten werden beansprucht.
Hockey und deren Abwandungen
Ein weiterhin beliebtes Spiel zur Erwärmung im Badminton ist Schlappenhockey. Wieder werden zwei Teams gebildet. Diese sollten generell ungefähr gleichstark sein, da es sonst nicht so viel Spaß macht. Ähnlich, wie beim Schlagball werden zweit Tore mittels Turnmatten gebildet.
Gespielt wird mit den „Schlappen“. Die Turnschuhe bzw. einer der Schuhe wird ausgezogen und es wird damit gespielt. Spielball ist ein Tennisball. Das erklärte Ziel ist es mit den Schuhen durch gezieltes Passspiel ein Tor zu erzielen.
11. April 2015 um 12:52
Die Erwärmung im Badminton ist in dieser Rückschlagsportart ebenso wichtig, wie in allen anderen sportlichen Disziplinen. Leider Gottes ist es in den meisten Vereinen üblich, dass sofort mit dem Spielen begonnen wird. Die unleidliche Quittung kann bis zur Verletzung gehen.
Warum sollte man sich erwärmen?
Die wesentlichen Punkte sind die Themen Verletzungsprophylaxe und „den Körper in Schwung“ bringen. Aber auch die mentale Einstellung zum Sport, das Abschalten vom vorhergegangenen Arbeits- oder Schulstress spielen eine wichtige Rolle.
Sobald man sich bewegt, sei es durch das altbekannte Lauf ABC oder durch das Drehen einiger Runden in der Halle ist der Körper gezwungen die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen. Die führt wiederum zu einem höheren Anteil Sauerstoff im Gehirn, was automatisch etwas „wach“ macht. Außerdem wird mehr Blut durch den Körper gejagt, sodass jeder Muskel besser durchblutet wird und somit ein Stück weit besser arbeiten kann.
Ein wesentlicher Punkt, den viele unterschätzen ist die mentale Einstellung zum bevorstehenden Wettkampf oder Training. Im Optimalfall wird während der Erwärmung der Gedankenfokus bereits auf die bevorstehende Aufgabe gelenkt. Hierbei helfen konkrete Zielvorgaben/ Gedanken, indem man sich etwas vornimmt und z.B. das letzte Training reflektiert und versucht etwas besser zu machen.
Wie sollte man sich erwärmen?
Generell sollten zwei Themen unterschieden werden. Zum einen gibt es ein sportartunabhängiges Erwärmen. Also eine Erwärmung der Skelettmuskulatur unabhängig von den während des Badmintontrainings angewendeten Schlagtechniken. Zum anderen sollte man sich unbedingt auch badmintonspezifisch erwärmen. Zum zweiten Punkt gehört auf jeden Fall das durchspielen aller Schlagarten dazu, die auch während eines Punktspiels zum Einsatz kommen. Es sollte eine Spielfolge von Clear, Drop, Smash und Driveschlägen sinnvoll sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Aufschläge. Jeder Satz, gar jeder auszuspielende Punkt beginnt mit einem Aufschlag. Aus diesem Grund sollte auch er in die Erwärmung integriert werden.
4. April 2015 um 12:51
Das Thema Laufrhythmus und Schnelligkeit spielt eine zentrale Rolle, wenn man erfolgreich Badminton spielen möchte. Im Gegensatz zu vielen Ausdauersportarten wie Fußball, Handball und Basketball oder gar der Leichtathletik, bei der gar 200 m Läufe als separate Disziplin absolviert werden, sind im Badminton kurze schnelle Schritte gefragt.
Die Komplexität der Schnelligkeit im Badminton
Im Gegensatz zur weit weniger komplexen Leichtathletik (dort müssen „nur“ Wind, mentaler Stress, Taktiken bzgl. Bahnwahl) beachtet werden ist im Badminton mehr zu beachten. Vor jedem Ball ist ein anderer Ausgangspunkt gegeben. Jeder Spieler/ Gegner verfügt über andere Techniken, spielt Finten oder unterschiedlich hart. Entscheidend für die gespielte Technik ist häufig eine gute Stellung zum Ball. Hierfür ist es wiederum vorteilhaft, wenn man sich im Vorfeld eine gute Ausgangsposition erarbeitet hat (z.B. Midcourt).
Übung Startschnelligkeit
Die Startschnelligkeit lässt sich sowohl real mit Federball oder aber auch durch akustische und optische Signale trainieren. Eine Möglichkeit ist das Üben mittels optischen Signal.
Der Trainer stellt sich neben die Übenden, am besten ohne, dass sie ihn ansehen können. Bei dem Ruf „Hepp“ müssen alle schnellstmöglich zur Stellung im Zentrum Laufen (Sidestep, wenn möglich). Um die Übung zu variieren sind unterschiedliche Startpunkte möglich. Z.B. hinten rechts, links oder gar vorn. Auch der Gang vom Netz zur Mitte ist wichtig und sollte so schnell wie möglich und mit dem größtmöglichen Ehrgeiz erfolgen.
Ein weiterer optischer, aber auch akustischer Reiz könnte durch einen hochgeworfenen Ball entstehen. Direkt beim Aufprall (hörbar/ sehbar) erfolgt der schnellkräftige Abdruck mit dem hinteren Fuß.
Beide Übungen lassen sich simpel abwandeln. Zum Beispiel mit zwei hochgeworfenen Bällen und zwei Zielpunkten. An jedem Zielpunkt muss eine Schlagtechnik imitiert werden.
27. März 2015 um 12:50
Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die im Badminton benötigt werden ist die Beinarbeit. Insbesondere bei dem ersten Rückschlag, aber auch in langen Ballwechseln wird viel Beinarbeit benötigt.
Startschnelligkeit trainieren
Jeder will jeden ausspielen, demzufolge ist es nur logisch, dass der gegnerische Spieler euch häufig in die Ecken schickt also dort, wo ihr aktuell nicht steht. Wichtig ist dann einer extrem schneller Start und eine aktive Landung, um anschließend bei guter Position auch die in dem Moment passende Schlagtechnik korrekt und gewinnbringend einzusetzen.
Den Weg von Ecke 1 in Ecke 2 machen die meisten Amateurspieler auch bereits sehr gut. Dabei ist Aktions- und Handlungsschnelligkeit gefragt. Doch was passiert im Anschluss an den Schlag? Richtig. Der Weg zum Zentrum. Genau dieser schwere Gang muss sich bei jedem Einbrennen. Aber wie genau soll er erfolgen?
Das Zauberwort heißt: Side Step. Mit Sidesteps sind gut ausgebildete Spieler um ein vielfaches schneller, als diejenigen, die diese Technik nicht beherrschen. Es sind schnelle, effektive Schritte mit denen 2-4 Meter gut überbrückt werden können. Genau diese gilt es zu schulen und sich deren Effektivität bewusst zu machen.
Das richtige Timing
Das Thema Timing ist unmittelbar von der Schlagart bzw. der Ballfluggeschwindigkeit des vom gegnerischen Spieler gespielten Balls abhängig. Zwei sich in der Geschwindigkeit, der Platzierung und der Flugkurve völlig unterscheidenden Bälle sind der Drop und der Clear aus dem hinteren Drittel. Der Clear ist langsam und geht (wenn er gut gelingt) sehr weit nach hinten. Bei gutem Timing stehen mir alle Möglichkeiten offen. Die oftmals beste Variante (der Gegenangriff mittels Smash) ist nur dann möglich, wenn ich gut zum Ball stehe. Dies setzt wiederum ein gutes Timing vorraus. Die Kunst liegt darin, trotz eines langsam gespielten Balls schnell zur richtigen Position zu laufen/ springen, die Landung so zu optimieren, dass man gut zum Ball steht und schließlich den Gegner unter Druck zu setzen.
Wesentlich weniger Zeit habe ich bei einem gespielten Drop des Gegners. Hier heißt es schnell reagieren, Clear oder Gegenstop spielen. Bei richtig guter Antizipation inklusive optimalem Timing ist es sogar möglich den Ball zu „töten“.
Grundlegende Voraussetzung um bei beiden vorangegangenen Bällen gut auszusehen ist das Timing. Hilfreich ist eine gute Position, am besten im Zentrum, bevor der Gegner überhaupt schlägt.
20. März 2015 um 12:50
Im vergangenen Artikel ging es darum, was mit dem Many Ball Training im Badminton möglich ist. Es wurde aufgezeigt, dass diese Trainingsmethode äußerst effektiv ist und das sie eines gewissen Trainings bedarf, um sie ausführen zu können.
Methodische Reihe für das Many Ball Training im Badminton
Zunächst ist es wichtig überhaupt den Ball so treffen zu lernen, wie es gewollt und gesollt ist. Dazu ist es am Effektivsten, wenn man sich zunächst die Mühe macht und ohne einen Partner viele viele Bälle einspielt. Dabei ist besonders auf den Treffpunkt und die Platzierung zu achten. Wichtig ist, z.B. für die Erlernung einer Schlagtechnik, dass der Trainer beim Many Ball Training immer auf den gleichen Fleck spielt, damit der Lernende sich einzig auf die Schlagtechnik konzentrieren kann.
Eine Möglichkeit die Platzierung zu üben ist das Auslegen von Zeitungspapier. Möglichst an mehreren Stellen im Hallenfeld ODER an der Wand. Ja, auch diese Platzierung ist wichtig. Nicht nur dort, wo er unten aufkommt, sondern auch wo der Ball im oberen Bereich hinfliegt. Am besten spielt man jeden Punkt solange an, bis man ihn sicher trifft. Dies kann z.B. auch mal 5-10 Versuche brauchen.
Platzierung, Tempo und Zuspielform üben
Ein weiterer zu erlernender Punkt ist das Zuspiel aus unterschiedlichen Positionen. Wie auch im Spiel können verschiedene Schlagarten, wie das Unterhandspiel, Überkopfschläge und seitliche Zuspielvarianten angewendet werden. Auch das sollte eingebaut werden. Die Empfehlung ist zumindest 100 Bälle zu spielen, da sonst kaum von Automatismus/ eingeübter Schlagtechnik die Rede sein kann.
Es folgt noch eine methodische Reihe, die vom Einfachen zum Schweren aufgebaut ist:
1. Zuspiel von unten auf eine vorgegebene Zeitung
2. Zuspiel abwechselnd auf zwei Zeitungen in unterschiedlichen Positionen
3. Erhöhung der Zuspielfrequenz
4. Wettbewerb mehrerer Trainer (z.B. wer hat innerhalb von 60 Sekunden die meisten Zeitungen getroffen)
Die Schnelligkeit ist der letzte Punkt, der trainiert werden sollte. Wer es schafft in einer sehr hohen Frequenz äußerst platziert zuzuspielen, kann auch richtig gute Spieler trainieren ohne selbst überhaupt eine Chance im realen Spiel gegen ihn oder sie zu haben.
13. März 2015 um 12:49
Die Ballmaschine, das Many Ball Training im Badminton ist die effektivste Trainingsmethode überhaupt. Wie kommt es zu dieser Aussage und warum hört man sie so häufig? Was kann man damit trainieren und wie sollte man das Badmintontraining mit Ballmaschine umsetzten? Darum geht es in diesem Artikel.
Many Ball Training im Badminton – was wird trainiert?
Die Frage ist relativ einfach zu beantworten: ALLES. Mit der Ballmaschine, oder auch Balleimertraining genannt, kann man nahezu jede Technik, viele taktische Situationen und auch konditionelle Aspekte trainieren. Der Ablauf ist simpel. Der Trainer stellt sich i.d.R. neben dem Court und gegenüber seines Schützlings auf. Aus einem Ballkorb, den er in einer angenehmen Höhe positioniert um die Bälle rausspielen zu können werden je nach Übungsform einige Bälle dem Trainierenden zugespielt.
Dies hat den Vorteil, dass sich der Trainer nur auf die Zuspiele und die Technikkorrektur konzentrieren kann. Für den Trainierenden hat es den Vorteil, dass er die Bälle, bei gutem Zuspiel, genau an den richtigen Punkt gespielt bekommt. Bei der Technikerlernung ist das durchaus vorteilhaft. Beim Schnelligkeitstraining ebenso, denn der Trainer brauch sich nicht um den Rückschlag kümmern, der Spielende kann sich voll und ganz auf seine Aufgaben konzentrieren und muss nicht auf die Abweichungen beim Rückschlag reagieren.
Der Trainer kann absolut individuell auf den Trainierenden eingehen. Des weiteren besteht der Vorteil, dass auch mehrere Spieler eingebunden werden können. Einer hebt die Bälle auf, der nächste ist „dran“ mit Schlagen. So kommt es zu wenigen Unterbrechungen für den Trainer. Die Spieler erhalten eine sinnvolle Pause beim Bälle sammeln.
Auch das Zuspiel sollte erlernt werden
Dem einen Trainer fällt es leicht, der andere braucht wochenlanges Training, um die Fertigkeiten für das Zuspiel zu erlernen. Wichtig ist das Timing beim Balltreffpunkt. Je nach Zuspieltechnik – es ist möglich den Ball von Oben, von unten und von der Seite zuzuspielen, muss der Bewegungsablauf angepasst werden. Der Weg zum perfekten Zuspiel ist lang, muss über Tage, Wochen, Monate, gar Jahre perfektioniert werden.
6. März 2015 um 12:49
In Teil 1 zu den möglichen Taktiken im gemischten Doppel ging es um die Grundlagen, die Physis und die Taktiken, welche sich aus diesen Gegebenheiten ergeben. Nun soll es darum gehen, wie genau die Aufgaben innerhalb des „Teams“ verteilt sein sollen.
Ausgehend von der im ersten Teil erwähnten Taktik, dass die Dame das Netz abdeckt und der Herr das Hinterfeld übernimmt, ist zu beobachten, dass es häufig Abweichungen von diesem System gibt. Dies zieht sich bis in die untersten Ligen durch. Es gibt genügend Situationen, in denen die Dame quasi gezwungen ist hinten auszuhelfen. Sinnvoll ist es z.B. immer dann, wenn der Herr ans Netz rückt. Hier sollte die Dame zumindest im Midcourt „abdichten/verriegeln“.
Spielsituationen und Stellungsspiel im Mixed
Die Situation, dass das gegnerische Paar in den Angriff übergeht und man selbst gezwungen ist zu verteidigen lässt sich nicht vermeiden. Auch hat häufig der Herr eine bessere Abwehr, als die Dame, daher sollte er sich günstig Positionieren, um möglichst viele Bälle abfangen zu können. Eine mögliche Taktik ist, dass die Dame immer Diagonal zum Ball steht. Das hat den Vorteil, dass der Ball beim Spiel auf die Dame einen weiteren Weg zu fliegen hat und dadurch langsamer wird. Der Herr übernimmt dann die parallelen Attacken in der Abwehr.
Sollte dann auf die Dame attackiert werden ist es wichtig, dass sie versucht ihre Abwehr auf die gegnerische Dame zu spielen! Ansonsten hat der durchschlagskräftigere Herr leichtes Spiel im 2ten und dritten Angriff.
Eine weitere gängige Taktik ist es, dass die Dame häufig Clear über die gegnerische Frau spielt. Diese Taktik macht gewissermaßen Sinn, sollte aber nicht nur angewendet werden. Denn auch die Dame sollte wenn sich die Möglichkeit ergibt angreifen!
Ideale Position im Mixed
Optimal ist, wenn der Herr im Hinterfeld steht und die Dame das Netz abdichtet, aber genau so ist nun mal nicht die Realität. Zu häufig muss diese Grundausrichtung überdacht und abgeändert werden. Wichtig ist, dass die Dame nicht zu nah am Netz steht, sonst kann sie auch nicht so viele Positionen abdecken und der Herr muss zu viel „arbeiten“. Nach einem Drop, oder kurzen Ball sollte die Frau eher eine Position ungefähr bei der Aufschlaglinie einnehmen. Bei zu naher Position am Netzt deckt die Dame nämlich nahezu nix ab. Kommt es zum Smash, ist sie chancenlos, um überhaupt eingreifen zu können.