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30. Juni 2017 um 22:17

Training für eine starke Rückhand

Um dem eigenen Schlag mehr Schwung zu verleihen, kann es sich lohnen den Schläger aus der Hand zu legen und die Muskulatur etwas isolierter zu beanspruchen.

Die folgende Übung eignet sich besonders die Rückhand zu verbessern, weil sie die Rückenmuskulatur fordert, die an der im Vergleich zur Vorhand umgekehrten Schlagbewegung hauptsächlich beteiligt ist.

Daher bietet sich diese Übung im Badminton an, um eine Trainingseinheit einzuschieben, wenn man den Schläger gerade ausnahmsweise zur Seite legen möchte.


Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Ablauf
Eine Hand fixiert ein Rubberband vor der Brust. Die andere Hand liegt mit der Außenseite in dem Band, sodass dieses gespannt ist. Diese Hand befindet sich diagonal vor dem Körper. Anschließend zieht diese Hand mit der Außenseite bei fast gestrecktem Arm auf Höhe des Körpers, sodass der Arm die Verlängerung der Schulter bildet. Danach wird der Arm in die Ausgangsposition zurückgeführt.

Intensität:
4 Sätze á sechs Wiederholungen pro Seite mit jeweils max. 30 Sec. Pause zwischen den Sätzen. Als Variation könnte die Zugbewegung möglichst explosiv durchgeführt werde und die Rückführung in die Ausgangsposition sehr langsam durchgeführt werden, sodass die Schnellkraft der Muskulatur trainiert wird.

Kategorie: Kraft – Autor: kd
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26. Mai 2017 um 10:57

Hanteltraining und Badminton – passt das zusammen?

Die Antwort folgt gleich vorweg – JA. Natürlich sollten auch Badmintonspieler mit Hanteln trainieren, um ihre Grundausdauer und Kraft zu verbessern. Aber eins nach dem Anderen.

Übungsvorstellung – so läuft es ab


Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Zunächst wird für diese Übung eine Kurzhantel benötigt. Wir empfehlen hierbei die sog. Vinyl Kurzhantel. Zum Start wird diese in neutraler Stellung des Körpers in beiden Händen und auf Hüfthöhe gehalten.

Während der Übung wird sie abwechselnd mit dem rechten und dem linken Arm in Richtung und bis zur Höhe der Schultern bewegt.

Zum Abschluss der Übung werden die Hanteln langsam wieder abgesenkt und die Startposition wird wieder eingenommen.

Beanspruchte Muskeln

Diese Hantelübung hat zur Intension, dass die Schultermuskulatur gestärkt wird. Gleichzeitig trainieren Sie noch den Trizeps und die Ganzkörperstabilität.

Bei entsprechend lange ausgeführter Übung ist ebenso ein Konditionstraining möglich. Sie entscheiden selbst durch die Wahl der Gewichtsklasse und durch die Übungsintensität, was am besten für Ihre individuellen Bedürfnisse passt.

16. Mai 2017 um 15:59

Übung für das Stabilisationstraining

Um dem Trainingsalltag im Badminton eine Möglichkeit zu bieten, auch ohne den Schläger in der Hand das eigene Spiel zu verbessern, eignet es sich die Körpermitte zu stärken.

Zentral ist dabei die seitliche Bauchmuskulatur. Einerseits ist sie besonders bei den stärkeren Schlagvarianten gefragt, bei denen der Schläger diagonal über die Schulter gezogen wird.

Andererseits gehört bei jedem Schlag die Stabilität des Körpers zu entscheidenden Faktor der Präzision. Auch die Stabilität des Körpers hängt von genannter Muskelpartie ab. Daher eignet sich die folgende Übung für das Training im Badminton:

Die Übung:

Der Körper wird mit gestreckten Beinen seitlich auf einer Gymnastikmatte positioniert. Gleichzeitig klemmen die beiden Fußinnenseiten einen Pilatesring ein. Dieser soll nun über den Kopf gehoben werden. Dabei sollte der Oberkörper den Kontakt zum Boden nicht verlieren. Der Ring wird gesenkt und die Bewegung beginnt von vorn.

Variation:

Um Stabilität und Schnellkraft zu vereinen empfiehlt es sich, die Hebebewegung schnell und kraftvoll durchzuführen. Die Stabilität wird dann durch eine langsame Senkbewegung trainiert. Es können in der Abwärtsbewegung auch Phasen eingebaut werden, in der die Position gehalten wird.

Intensität: 4 x 6 Wiederholungen. Zwischen den Sätzen 30 Sekunden Pause.

Kategorie: Kraft – Autor: kd
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16. Januar 2017 um 10:45

Alternative für die Badmintonerwärmung

Die folgende Übung ist für die Erwärmung des Oberkörpers im Badminton gedacht. Zur Umsetzung wird ein Springseil benötigt.

Hintergründe der Trainingsübung

Im Badminton sind sowohl Überkopfschläge als auch seitlich geschlagene und gut platzierte Bälle gefragt. Die Bewegungen haben einen schnellkräftigen Charakter, sodass eine Erwärmung zur Verletzungsprophylaxe sehr sinnvoll ist.

Insbesondere beansprucht die folgende Übung die Muskulatur des Oberkörpers.

Durchführung der Body Swing Erwärmung

body_swing_training

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Wer die Bezeichnung Body Swing zum ersten Mal hört, denkt nicht zwingend an eine Springseilübung. Genau dies verbirgt sich jedoch dahinter. Im aufrechten Stand werden die Enden eines Springseils gehalten. Wichtig ist es die Fäuste aneinander zu halten, wie die Abbildung zeigt.

Beim Ablauf der Übung ist zu beachten, dass das Seil auf Brusthöhe an der Körperseite gehalten wird und eine Kreisbewegung nach vorn ausgeführt wird. Die Seite sollte nach ca. 30 Sekunden gewechselt werden.

Variationen

Achterbahnen während der Schwungbewegung
Schwingen des Seils direkt vor dem Körper

Ablauf/Intensität

• 3 x 30 Sekunden
• jeweils auf der rechten und auf der linken Körperhälfte
• Pausen: ca. 30 Sekunden

Kategorie: Erwärmung – Autor: kd
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31. Oktober 2016 um 16:06

Badmintontraining mit der Reverse Butterfly Fitnessübung

Eine grundlegende Fitness wird in jeder Sportart, so auch im Badminton verlangt. Um diese zu erreichen, genügt es nicht nur zu spielen, es sollte auch mit Fleiß an den Faktoren Kondition und Koordination gearbeitet werden.

Übungshintergründe

Badminton ist ein Sport, bei dem es viel auf Schnelligkeit, Taktik und Präzision beim Schlag ankommt. Was viele im Training vernachlässigen ist das Thema Fitness, insbesondere Kraft und Ausdauer. Weiterhin kann es schnell zu Rückenproblemen aufgrund von einseitiger Belastung kommen.

Die Trainingsübung Reverse Butterfly wird mit Hilfe eines Pezziballs durchgeführt und wird genau an diesem Punkt eingesetzt, wenn Fitness und Prävention sich treffen.

Reserver Butterfly – der Ablauf

reverse_butterfly
Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Die Ausgangslage ist mit dem Rücken auf dem Pezziball, wobei die Füße in einem 90° Winkel davor auf dem Boden stehen. Die Komponenten Bauch und Po werden angespannt, die Hüfte wird automatisch dadurch gestreckt. Zunächst wird der rechte Arm, später der linke Arm nach oben gestreckt. Um die Übung möglichst effektiv durchzuführen, werden gleichzeitig auch die Fingerspitzen nach oben gehalten. Der Gegenarm befindet sich im Ellbogen gebeugt und drückt nach unten auf den Ball.

Durchführungsintensität

3 x 10 Wiederholungen
Pausen: ca. 30 Sekunden
abwechselnd mit dem rechten und linken Arm

Kategorie: Kraft – Autor: kd
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14. September 2016 um 18:12

Superman und Badminton – Vorstellung einer Trainingsübung

Die Sportart Badminton lebt von Antizipation, Spielwitz und einem guten Stellungsspiel. Diese individuellen Fähigkeiten, werden wesentlich verstärkt, wenn die notwendigen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten vorhanden sind.

Badmintontraining und Superman – wiss. Hintergründe

Superman, hier spreche ich nicht von der Aktionfigur, ist eine Fittnessübung, die zum Ziel hat die Gesäß- und Rückenstrecker-Muskeln zu stärken. Da es sich um eine Eigengewichtsübung handelt, wird der gesamte Körper beansprucht und trainiert.

Die Empfehlung lautet zusätzlich Laufgewichte anzuwenden, die je nach Trainingsausrichtung an Armen und Beinen befestigt werden können.

Übungsablauf

supermann_training_gewichtsmanchetten
Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Der Badmintonspieler befindet sich in bequemer Position im Vierfüßlerstand auf einer Matte. Simultan werden Arme und Beine nach oben bewegt (siehe Abbildung). Es handelt sich jeweils um die gegenüber liegende Extremität.

Generell ist es wichtig eine möglichst gerade Körperhaltung zu bewahren.

Durchführung/ Intensität:

3 x 12 Wiederholungen

Wichtig ist ebenfalls beide Arme und beide Beine gleichermaßen zu beanspruchen. Das heißt konkret, dass nach der Durchführung ein Seitenwechsel stattfinden muss.

Erleichterung: Zu Beginn kann die Übung nur mit einem Arm, dann nur mit einem Bein durchgeführt werden.

Erschwernis: Um die Übung zu intensivieren, können die vorgeschlagenen Laufgewichte verwendet werden. Des weiteren kann die Bewegungsfrequenz erhöht werden. Wichtig ist immer eine korrekte Körperhaltung.

Kategorie: Kraft – Autor: kd
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28. Juli 2016 um 13:32

Stabilisierungsübung für Badminton – die Standwaage

Badminton ist ein filigraner Sport, bei dem neben einer hohe Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit und Technik auch ein hohes Maß an Körperbeherrschung gefragt ist. Die folgend vorgestellte Übung „Standwaage“ vereint viele wichtige Trainingsaspekte und hilft stark bei der Stabilisierung der Muskulatur.

Hintergründe der Übung Standwaage und warum ein Balance Pad eingesetzt wird

Bei der folgenden Übung wird erschwerend ein Balance Pad eingesetzt, welches Ausgleichsbewegungen provoziert, die ungeahnte Muskelgruppen ansprechen, die ohne den Einsatz dieses Trainingsgerätes nicht geschult werden würden.

Generell wird die Standwaage nicht nur im Badmintontraining eingesetzt. Es ist vielmehr eine Fitnessübung, die zur Stärkung der Muskulatur, aber auch der Koordination eingesetzt wird. Genau dort liegt der Vorteil. Es werden nicht nur stupide „Hanteln gestemmt“, sondern es werden zwei Trainingsschwerpunkte vereint, indem Koordination & Kondition zu gleichen Anteilen trainiert werden.

Der Vorteil des Balance Pad ist, dass der innenliegende Schaumstoff variabel verschiebbar ist. D.h. das Körpergewicht und die Bewegung des Körpers führen dazu, dass sich der Schaumstoff verformt und der Körper unvorhergesehene Ausgleichsbewegungen durchführen muss. Dadurch werden Muskelgruppen angesprochen, die bei normaler Ausführung nicht um Einsatz kommen würden.

Übungsablauf

standwaage_seitlich

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Ausgehend von einer neutralen Stellung auf einem Bein wird der Körper bei seitlich ausgestreckten Armen nach unten bewegt. Gleichzeitig wird das zweite Bein nach hinten bewegt, bis die Gesamtansicht von vorn wie ein „T“ aussieht. Je deutlicher dieses zu erkennen ist, umso besser wurde die Übung ausgeführt.

Übungsvariationen ergeben sich beispielsweise dadurch, dass das Standbein gewechselt wird, oder dass ein Trainingspartner versucht das Gleichgewicht durch gezielte (sanfte) Stöße beeinflusst wird.

Ziel der Übung ist es den Körper zu stabilisieren, zu kräftigen und zu dehnen. Die Durchführungsintensität sollte folgende sein:

• Durchführung: 3 x
• Anzahl Wiederholungen: 10 x
• Pausen: ca. 30 Sekunden

28. Juni 2016 um 14:52

Muskelstärkung mit dem Balance Pad

Badminton ist eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt. Daher ist es nur logisch, dass man auch die Muskulatur, die für derartige schnellkräftige Bewegungen zuständig ist trainieren sollte. Bei der folgenden Übung wird insbesondere die Stabilisierungsmuskulatur rund um das Sprunggelenkt beansprucht.

Übungsintension und Erklärung zum Balance Pad

Bei der nachfolgend erklärten Übung wird ein Laufschritt imitiert. Dies erfolgt möglichst dynamisch und doch etwas abgewandelt. Die Imitation und gezielte Unterbrechung einer gewohnten Bewegung hat zum Vorteil, dass ein ungewohnter Reiz auf den Körper ausgeübt wird, der besonders förderlich zur Muskelstärkung ist.

Wie und warum kommt das Balance Pad zum Einsatz? Während der gesamten Übung steht der Sportler auf dem Balance Pad. Dies hat den Grund, dass dieses Trainingsgerät sich während der Bewegung der Bewegung anpasst. Der innere Aufbau des Pads besteht aus Schaumstoff, dieser verformt sich infolge der Einwirkung des Körpergewichts und führt dazu, dass der Körper einer weiteren Einflussgröße ausgesetzt ist, die die Ausgleichsbewegungen erfordert, die die Muskulatur und auch die koordinativen Fähigkeiten schult.

Übungsablauf

Balance_pad_laufschritt vorn

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Zu Beginn befindet sich der Badmintonspieler im Einbeinstand auf dem Balance Pad. Mit einer dynamischen Bewegung imitiert er einen Laufschritt, welcher bereits endet, bevor das zweite Bein auf dem Boden aufsetzt.

Das Standbein befindet sich also immer am gleichen Fleck. Die gesamte Körpermuskulatur muss die Entwicklungen auf dem Untergrund ausgleichen und ist somit ständig gefordert. Während der Durchführung vollzieht das Schwungbein einen raumgreifenden Schritt. Der Startpunkt ist an der tiefen Ferse hinter dem Körper. Die Bewegung nach vorn endet, sobald sich das Schwungbein in etwa auf Höhe des angehobenen Knies vor der Hüfte befindet. Während der gesamten Bewegung führt der Gegenarm des Beins eine Ausgleichsbewegung durch. Der Oberkörper befindet sich leicht nach vorn gelehnt:

• Durchführung: 3 x
• Anzahl Wiederholungen: 10 x
• Pausen: ca. 30 Sekunden

Variationen der Übung sind durchaus gewünscht. Beispielsweise kann die Übung an verschiedenen Stellen gezielt unterbrochen werden. Der Übende sollte dann in der Position verharren, sodass genau dies an dieser Stelle beanspruchte Muskulatur einem längeren Reiz ausgesetzt ist.

Kategorie: Kraft – Autor: kd
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6. Februar 2016 um 17:27

Einfluss von Ballwechselzeit, Spieltempo und Technik

Jedes Sportspiel ist durch eine aktive Zeit gekennzeichnet und eine Phase, in der das Spielgerät nicht genutzt wird, wenn es sich zum Beispiel im Aus befindet.
Anhand der Aktiv-/Passivquote lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie hoch die Belastung in den einzelnen Abschnitten ist und welcher Energiebedarf diese decken kann.

Bei der Sportart Badminton nimmt die aktive Spielzeit nur 40 % der Gesamtspielzeit ein. In einer Untersuchung von verschiedenen Leistungsklassen lag der Anteil der aktiven Belastungsphase in einem 30-minütigen Spiel bei ca. 10 Minuten. In dieser Zeit wurden 127 bis 139 Ballwechsel vollzogen.

Zusammenfassende Untersuchungen kommen auf folgende Leistungsparameter:

• Ein Ballwechsel umfasst durchschnittlich 4.2 bis 8.6 Sekunden
• Die Pausenlänge beträgt durchschnittlich 8.4 bis 12.9 Sekunden

Abschließend lässt sich konstatieren, dass der aktive Belastungsteil unter 50% liegt – einzelnen Belastungsspitzen dauern nicht länger als 10 Sekunden und die Pausen fallen deutlich länger aus, als die Zeiträume mit aktiver Belastung.

Laktatwerte im Wettkampf niedriger

Untersuchungen der Herzfrequenz und der Laktatwerte bei einer Gruppe von Leistungsspielern während ihrer Trainingseinheiten zeigen, dass die Werte sich in einem sehr hohen Belastungsbereich einpegeln. Während insbesondere die Latkatwerte im Wettkampf deutlich niedriger ausfallen. Woran liegt das?

Sportwissenschaftler führen diese Unterschiede auf die im Wettkampf kürzeren Ballwechselzeiten zurück. Im Training liegen diese bei ca. 40 – 50 Sekunden. Der Vergleich mit der unterschiedlichen Ballwechselzeit wird auch in der Gegenüberstellung von Freizeitspielern und Leistungsspielern deutlich. Dort liegen aufgrund der längeren Ballwechselzeiten bei Freizeitsportlern die Lakatwerte mit 6.2 mmol l-1 (anearober Bereich) deutlich über denen der Profis mit 3.6 mmol l-1 (aerob/aneroben Übergangsbereich).

Wiederum ist die Herzfrequenz bei Profis signifikant höher. Trotz der kürzeren Ballwechselzeiten gegenüber den Freizeitsportlern zeichnet sich ihr Spiel durch ein höheres Tempo und eine ausgereiftere Technik aus.

Quelle: Ruhr Uni Bochum

http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e12729/e12938/e12949/e13020/index_ger.html

Kategorie: Trainingsmethodik – Autor: kd
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6. Januar 2016 um 11:18

Belastungsprofil und Verletzungen im Badminton

Badminton ist ein abwechslungsreicher und sehr temporeicher Sport. Trotz seiner enormen Dynamik und seiner bewegungsintensiven Sporthandlungen gehört Badminton zu den Sportarten mit einem geringen Verletzungsrisiko.

Folgende Bewegungsmuster und Schlagvarianten kennzeichnen das Badmintonspiel:

• ununterbrochene Stop-and-go-Bewegungen
• ein ständiger Wechsel von kraftvollen Aktionen und feinmotorischen Bewegungen
• Schlag- und Sprungbewegungen unter Einbezug der Schnellkraft
• dynamische Rotationen im Bereich von Schultergürtel, Wirbelsäule, Knie und oberen Sprunggelenk
• badmintonspezifische Lauf- und Sprungtechniken (Nachstellschritt, Umsprung, Chinasprung, Schläge links vom Kopf)
• badmintontypische Schlagtechniken

Das wiederum entwirft für Badminton ein ganz spezifisches Anforderungsprofil in Hinblick auf die Funktionalität des Stütz- und Bewegungsapparates:

• untere Extremitäten mit gut ausgebildeter Schnellkraft und Flexibilität
• hohe Beweglichkeit des Schultergürtels
• gut trainierte Schultermuskulatur zur Stabilisierung von Schultergelenk und Schulterblatt
• Schlag- und Lauftechnik
• Rumpfmuskulatur, insbesondere Lendenbereich (Übertragungsbrücke Beine – Arme)
• Gute Propriozeptionsfähigkeit (Ausprägung der Rezeptoren für die Bewegungswahrnehmung) im Schulter-, Knie- und Sprunggelenk

badminton_belastung

Gemessen an ihrem anspruchsvollen und komplexen Anforderungsprofil zeichnet die Sportart Badminton eine geringe Verletzungsanfälligkeit aus. pro 1000 Spielstunden treten beim Badmiinton 2,9 Verletzungen auf. Damit liegt der Verletzungsinzidenz zwischen Tennis und Volleyball. (Studie Jörgensen et al. (1990)

Die meisten Verletzungen im Badminton fallen auf die untere Extremität ( 58 bis 92 %) – danach folgen die obere Extremität und der Rumpf. Nimmt man die Gelenkverletzungen in den Fokus, ist das Knie (32%) am meisten betroffen – vor dem Sprunggelenk (29%) und der Schulter (4%).

Die typischste Verletzung im Badminton sind Überdehnungen oder Rupturen der Achillessehne (35% aller Verletzungen). Die Ursache liegt in den hohen Brems- und Beschleunigungskräften bei ständig wechselnden Fußbelastungen oder falschen Landetechniken nach Sprüngen.

Quelle: Ruhr Uni Bochum

http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e12729/e12938/e12949/e13041/index_ger.html